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Matthias dornfeld 29.01.-05.03.05

Matthias Dornfeld reagiert mit jeder neuen Farbsetzung
und Formwahl auf vorangegangene Aktionen. Dabei bezieht
er auch „Fehler“ mit in die Komposition
ein, gesteht ihnen Raum im Bild zu und erklärt
sie zum Teil des Ganzen. Ein fast schon therapeutischer
Ansatz, der als Klischee, mit esoterisch belasteten
Motiven wie der Spirale auf die Spitze getrieben, eine
Stärke dieser Malerei bedeutet. Durchaus bewusst
werden die verschiedenen Mittel der Malerei im Arbeitsprozess
durch- und gegeneinander ausgespielt und erfahren so
eine intensive Reflexion. Oder anders ausgedrückt:
das malerische Denken wird durch den Vorgang des Malens
im Bild anschaulich gemacht. Zu den Merkmalen dieser
analytischen Vorgehensweise zählt auch die Offenheit
des malerischen Prozesses, der scheinbar unbegrenzt
fortgesetzt werden kann, wenn ihm nicht ein, rein subjektiv
zu bestimmender Abschluss gesetzt wird. Der ist dann
erreicht, wenn die sich widersprechenden Elemente auf
der Fläche – Linie und Farbe, Gegenstand
und Abstraktion – nicht mehr be- und verdrängen,
sondern in ein ausgewogenes Verhältnis zueinander
treten. Die Analyse stellt hier jedoch keinen Selbstzweck
dar. Vielmehr gelingt es Dornfeld erst so selbst gesteckte
oder als akademisch empfundene Grenzen der Malerei zu
erkennen, zu überschreiten und dem Bild eine neue
Identität zu geben.
Auszug aus Text von Doris Mampe
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