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BERND RIBBECK 16.01.-14.02.04

Sämtliche Arbeiten sind ohne Titel.
Ribbeck verwendet lieber keine Titel als schlechte und
wirklich gute wisse er nicht.
Wichtig sind die Werke an sich, auffallend die Oberflächen.
Durch die verwendeten Materialien (Lack, Buntstift,
Marker, Ölfarbe, Holz, MDF etc.) bedient sich Bernd
Ribbeck einer Ökonomie, insofern diese Materialien
schon eine spezifische ästhetische Information
mit sich bringen und damit bestimmte Bilder nahe legen.
Einer Prozedur gleich sind einzelne Arbeiten mit einer
Patina durch Anschleifen versehen, ähnlich den
Gebrauchsspuren von Spielbrettern. Wenn die Bilder das
Licht schlucken, bzw. eine Lichtreflexion zulassen,
gehen sie eine habile Assimilation mit der Räumlichkeit
ein. Man könnte auch vereinfacht sagen, dass die
Arbeiten Ribbecks einen guten Sound verströmen.
Etwas Verheißungsvolles scheint den verwendeten
Bildformen innezuwohnen. Sie könnten der Moderne
entstammen. Das Formenvokabular generiert sich aus der
bestehenden Kunst und der sonstigen visuellen Kultur.
Scheinbar narrative Aspekte, wie das konträre Motiv
der Sonne/Schwarzes Loch oder die bergähnliche
perspektivische Staffelung von Dreiecken lassen landschaftliche
Bezüge zu. Die geometrische Form des Dreieckes
oder Kreises vergegenständlicht sich aber nicht
auf der Ebene des Formalen, der Status der Abstraktion
bleibt bestehen.
Ribbeck interessiert die Differenz zwischen dem, was
durch Formen versprochen wird und dem materiellen Objekt
des Tafelbildes, dem man gegenüber steht. Die Bilder
zeugen von einer eigenen Virtuellen Welt, wobei nicht
die perfekte Inszenierung einer solchen 'Anderswelt'
im Vordergrund steht, vielmehr der Verweis auf sie durch
jene Bilder, die zu dieser in einem Verhältnis
stehen, wie Stills und Requisiten zur Handlung eines
Films.
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